Kurzgeschichte









Hier ein kurzer Überblick über die Geschichte unseres Vereins
- 1970 – In dem Neubaugebiet Neu-Flittard hatte sich der Veedelsverein Neu-Flittard gegründet, der auch im Karnevalszug von Flittard mitging. Fünf Väter um die vierzig überlegten sich, dass da auch Musik dazu gehört. Die Fünf griffen zu Akkordeon, Fanfare, kleine Trommel, große Trommel und Teufelsgeige und so war ein musikalisches Quintett geboren. Sie zogen stolz mit Musik durch die Straßen von Flittard und am Abend stand für die Musikanten fest, „dat wor esu schön, mer maache wigger“. Tatsächlich traf man sich daraufhin das Jahr über, um für den nächsten Karnevalssonntagszug mehr Lieder einzuüben. Es entwickelte sich eine Gruppe mit Blasinstrumenten, die Blaskapelle und eine Gruppe mit Flöten, das Tambourcorps. Die Trommeln spielten in beiden Gruppen mit. Über die Jahre kamen weitere Auftritte und Karnevalszüge dazu.
– - 1975 – Die Musikgruppe war auf 10 Erwachsene und 18 Kinder angewachsen und die ersten Nicht-Veedelsvereins-Mitglieder machten bereits mit. Aufgrund der Größe trennten sich die Musikgruppe vom Veedelsverein Neu-Flittard und nannte sich von nun an Musik-Corps Köln-Flittard gegr. 1970. Nach und nach tauschten wir unsere Ventilfanfaren gegen Trompeten ein. Zusätzlich bekamen wir nun auch Bässe (Tenorhörner) und eine Tuba hinzu. Von da an waren unsere Bläser keine Fanfarengruppe mehr, sondern eine Blasmusikkapelle.
– - 1980 – Wir nahmen erstmals am Kölner Rosenmontagszug teil und wurden als „Glöckner“ eingekleidet. Im Zug gingen wir in der Gruppe 10 mit der K.G. Alt Severin. Auch hatten wir die ersten Auftritte außerhalb von Flittard, u.a. Weiberfastnacht in Geistingen bei Hennef. Die Teilnahme an den Flittarder Schützenzügen war mittlerweile schon normal. Hier waren die uns begleitenden Musikzüge immer wieder überrascht, dass wir mit eigenem Tambourcorps und Blasmusik ausgestattet waren.
– - 1985 – Stück für Stück erarbeiteten wir uns bei den Bläsern den Umgang mit Noten. Es wurden rhythmische Klatschübungen gemacht um die Zählzeiten zu vermitteln und in der Übergangszeit halfen die Zahlen unter den Noten um die Griffe für die Tonhöhen einzustudieren. Rolf Udelhoven, der bisher nicht nur die musikalische Leitung hatte, konnte Anselm Seiffert anwerben, mit dem Plan ihn zum musikalischen Leiter zu machen. Anselm übernimmt ab Dezember 1987 die Musikalische Leitung. Nach der Karnevalssession 1988 lösten wir unser Tambourcorps-Abteilung auf und boten den verbliebenen Mitgliedern eine Bläserausbildung an. Dank der Unterstützung von Hans-Josef Michels (Stadtverordneter SPD Stammheim / Flittard) konnten wir ab dem 2.4.1989 den Proberaum in der alten Schule Hubertusstraße anmieten.
– - 1990 – Seit dem 03.05.1990 sind wir eingetragener Verein mit dem offiziellen Namen „Musik-Corps Köln-Flittard gegr. 1970 e.V.“. Viel Motivation unserer Mitglieder kommt zu dieser Zeit durch die musikalische Leitung von Anselm Seiffert, der teilweise Stücke für uns selbst arrangiert und neben der Marschmusik auch schon mal etwas moderneres einstudiert.
– - 1993 – An Weiberfastnacht begegneten wir nachmittags auf der Schildergasse ein paar Altstädtern, die auf dem Weg zur „Tant“ waren und einen Holzdackel hinter sich herzogen. Für die spielen wir spontan den Jäger aus Kurpfalz. Die Altstädter sind so begeistert, dass sie als Zugabe neben Musik auch unsere Visitenkarte erhalten. Nach Karneval kam dann die Anfrage, ob wir nicht als Regimentskapelle für die KG Altstädter 1922 e.V. spielen wollen. Zu Karneval 1994 sind wir offiziell die 1. Regimentskapelle der Altstädter Köln 1922 e.V. und ziehen mit dem Altstädtern durch die großen Säle von Köln.
– - 1995 – Aus Anlass „70 Jahre Altstädter Reitercorps“ spielten wir im November 1996 unseren ersten großen karnevalistischen Zapfenstreich, gemeinsam mit dem Regimentsspielmannszug „In Treue Fest“. Auf Grund des großen Erfolges spielten wir den Zapfstreich ein Jahr später auf der Pferdemesse „Equitana“ in der Grugahalle in Essen.
– - 2000 – Neben den Proben und Auftritten organisierten wir weitere Events u.a. 2001 ein Workshop-Wochenende in Fischbach mitten in der Eifel bei Neuerburg oder 2003 eine Tour nach Kloster Ettal mit kleineren Wanderungen war auch ein Besichtigungs- und Ausflugsprogramm.
– - 2004 – Der Anfang des Jahres ist von der Krankheit unseres Musikalischen Leiters Anselm Seiffert überschattet. Viele Freunde und Vereinsmitglieder fahren mit Anselm auf Wallfahrt nach Banneux und treffen sich regelmäßig in Montagsandachten in der Kirche St. Hubertus. Direkt nach Karneval, am 28.02.2004 verstirbt Anselm Seiffert. Anselm war seit 1987 Musikalischer Leiter und hat uns aus dem Ablesen von Hilfsnoten als Zahlen in die Zeiten des Spielens nach Noten gebracht. Unsere musikalischen Möglichkeiten zu diesem Zeitpunkt waren in großen Teilen seinem unermüdlichen Einsatz zu verdanken. Als Nachfolger des musikalischen Leiters wurde Christoph Schmitz gewählt.
– - 2006 – Anfang 2006 baute unser musikalischer Leiter Christoph Schmitz Kontakte zur Rheinischen Musikschule Köln auf und leitete die Organisation einer ersten Bläserklasse für Kinder und Jugendliche ein. Seit dem formieren sich in den Räumen des Musik-Corps und bei Bedarf auch in zusätzlich bereitgestellten Räumlichkeiten, ständig Bläserklassen von Kindern und Jugendlichen. Auf dem Pfarrfest St. Hubertus Flittard in 2007 präsentiert sich erstmalig unsere Jugend-Bläsergruppe, die sich sehen und hören lassen konnte.
– - 2008 – Seit Anfang 2008 präsentieren wir uns zusätzlich als „Die Original Hörnertaler Musikanten“ mit zünftiger bayerisch-böhmischer Blasmusik mit Gesang und das nicht nur auf Oktoberfesten. Hierbei bezeugen unsere Mitglieder immer wieder Ihr persönliches Engagement durch private Beschaffung der Kleidung im Trachten-Stil. Gerade bei solchen Auftritten schwebt ein besonderes Gefühl in der Luft. Man spürt das Interesse und den Spaß an der Gemeinschaft und an der Musik. Neben unserer instrumentalen Bandbreite konnten wir durch die Beschaffung einer Gesangsanlage auch unser Repertoire erweitern.
In einer Vollversammlung am19.09.2008 beschlossen wir, demokratisch wie wir nun einmal sind, unser Instrumentenangebot zu ergänzen. Ab sofort werden die Noten für die Musikstücke mindestens auch auf die Instrumentengruppen Klarinette, Saxophon, Posaune und Querflöte erweitert. Aus der Blaskapelle wurde ein Blasorchester.
– - 2013 – Am ersten Advent begleiteten wir erstmalig das „Anleuchten“ in Brück musikalisch mit weihnachtlichen Klängen. Mit Nikolausmützen und Weihnachtsbeleuchtung an den Instrumenten konnten wir unser Weihnachts-Programm gut rüber bringen. Es gab lobende Stimmen im Publikum. Für uns war es der erste Auftritt dieser Art außerhalb von Flittard.
– - 2015 – Als Besonderheit in dieser Karnevalssession begleiteten wir das in diesem Jahr von der Flittarder KG gestellten Dreigestirn zum Einzug in die Hofburg. Mit dem Schiff ging es von Mülheim zum Peters-Brauhaus, bei dem wir die Spitze bildeten und als letztes in das Brauhaus einzogen. Anschließend folgte eine chaotische Aufstellung auf dem Altermarkt, auf dem wir speziell den Flittarder KG-Marsch zur Aufnahme aufgeführt haben. Wir kamen knapp nach 11:11 Uhr an der Hofburg an, das Dreigestirn noch später.
– - 2017 – Anfang des Jahres beschaffen wir einige zusätzliche neue Trommeln, die zur Ausbildung einer neuen Trommlergruppe benötigt werden. Unter der Leitung von Steffen Seiffert und Markus Brachtendorf wird eine Trommlergruppe BäämGäng ausgebildet, die mit fertiger Ausbildung für das Musik-Corps, aber auch in Einzelfällen in Eigenregie Auftritte gestalten soll. Bereits 2018 trat die Trommlergruppe erstmals als Programmpunkt mit auf. Es standen Auftritte bei den Altstädtern im Alten Wartesaal, bei den Kombüse Müüs in Mülheim und auf dem Dämmerschoppen in der Flittarder Schützenhalle an. Der Abend war ein voller Erfolg. Sowohl die Art der Moderation von Markus als auch die Einlage der Trommlergruppe im Solo und im Zusammenspiel mit der Bläsergruppe kamen sehr gut an.
– - 2019 – Anfang Juni 2019 veranstaltet die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Stammheim den 64. Bundesköniginnentag. Gemeinsam mit den Kirchenchören aus Flittard und Stammheim begleiten wir die Festmesse im Schlosspark Stammheim musikalisch. Wir studierten die Musikstücke speziell für diese Festmesse ein, die von Karl-Josef Hammes und Christoph Schmitz dirigiert wurden. Im Anschluss fand der große Festzug statt, der uns gemeinsam mit unseren Freunden vom Allgemeinen Tambourcorps Stammheim bei der Parade alles abverlangte.
– - 2020 – Am Karnevalsonntag begann das Jahr bereits besonders zu werden. Wegen Sturm wurde in Flittard der Sonntagszug abgesagt. Gerade in diesem, unserem 50. Jubiläumsjahr, hatten wir ein neues Anhängerdesign für unseren Karnevalswagen entworfen und umgesetzt. Wegen der Corona-Pandemie ist über das Jahr praktisch jeder geplante Auftritt ausgefallen. Auch musste unsere für August geplantes Musikfest auf bisher unbekannten Termin verschoben werden. Verrückte Ideen kamen auf. So nahmen wir an einer im Internet gestarteten Klopapier-Challenge teil, zu der wir von der Winzerkapelle Kinheim eingeladen wurden.
Am 31.07.2020 führten wir unsere 1. Probe zu Corona-Bedingungen durch. Mit viel Mühe und unter ständig aktueller Recherche wurde ein Hygienekonzept für den Verein ausgearbeitet. Mit dem notwendigen Hygienematerial konnten wir die Probe mit Voranmeldung wieder regelmäßig beginnen.
– - 2023 – Unser langjähriges Mitglied Heiko Gentzsch ist nach langer, schwerer Krankheit im Alter von nur 60 Jahren verstorben. Heiko war seit 1972 aktiver Musiker in unserem Verein und spielte zunächst Trommel und später dann Tenorhorn. Zusätzlich bekleidete er mehrmals das Amt des Geschäftsführers und hatte zudem bis 2019 den Posten des stellvertretenden musikalischen Leiters inne. Mit ihm verlieren wir einen stets fröhlichen, hilfsbereiten und engagierten Menschen und überdies einen talentierten Musiker, dem unser Verein und dessen Anliegen immer sehr am Herzen lagen und an erster Stelle standen. Silvia Tuchscherer übernimmt das Amt der Geschäftsführerin.
– - 2024 – Bei den Weihnachtskonzerten erzählen wir in diesem Jahr eine lustige Weihnachtsgeschichte mit musikalischer Untermalung, mal weihnachtlich wie „Oh du fröhliche“, mal ganz was anderes u.a. mit dem „Schneewalzer“. Das Programm kommt gut an und Seifenblasen erinnern an Schneeflocken.









